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Seltene Bio-Erdäpfel bei MERKUR

Alte Kartoffelsorte

Die Stadt Wien setzt auf Vielfalt und fördert Alte Sorten auf dem Feld. Sie sind ab Ende Oktober 2014 in allen MERKUR Märkten in Wien erhältlich.

Violetta, Pinki, Cyclamen, Edzell blue – klingende Namen, die man auf den ersten Blick nicht gerade mit Erdäpfeln in Verbindung bringen würde. Doch es handelt sich um seltene, alte Sorten von Erdäpfeln. Sie werden im Bio-Zentrum Lobau, dem Bio-Betrieb der Stadt Wien, angebaut und sind seit Ende Oktober 2014 in allen MERKUR Märkten in Wien erhältlich.

Umweltstadträtin Ulli Sima, Slow food-Wien-Chefin Barbara van Melle und MERKUR-Vorstand Kerstin Neumayer mit alten Kartoffel-Sorten

Umweltstadträtin Ulli Sima, Slow food-Wien-Chefin Barbara van Melle und MERKUR-Vorstand Kerstin Neumayer

Umweltstadträtin Ulli Sima: „Als eine der größten Biobäuerin Österreichs setzt die Millionenstadt  Wien seit langem auf Artenvielfalt und ich bin echt stolz auf den Erfolg mit den Alten, bunten Sorten, die nun als Wiener Erdäpfel den Einzug in die Regale von MERKUR gefunden haben.“

Die Stadt Wien erntet pro Jahr rund 20 Tonnen dieser Alten Sorten. MERKUR konnte überzeugt werden, die Wiener Erdäpfel unter diesem Namen in allen Wiener Märkten zu verkaufen.

Initiiert wurde das Projekt gemeinsam mit Slow food-Wien-Chefin Barbara van Melle.

Jahrelange Saatgutvermehrung vor dem Weg ins Regal

Slow food Wien hat vor Jahren den Vorschlag gemacht, seltene, vom Aussterben bedrohte Sorten anzubauen. Sie sind aufgrund der Lage und der Bodenbeschaffenheit des Donauschwemmlandes in der Lobau von extrem hoher Qualität.

Anfangs gab es jedoch nicht genug Saatgut. Daher wurde drei Jahre lang im Waldviertel gemeinsam mit der Arche Noah Saatgut vermehrt.

Wien betreibt Bio-Landwirtschaft auf 1.000 Hektar

Wien hat – für eine Millionenstadt einzigartig – eine florierende Landwirtschaft innerhalb der Stadtgrenzen. Knapp 6.000 Hektar der Fläche Wiens werden landwirtschaftlich genutzt. Es gibt rund 650 landwirtschaftliche Betriebe. Die Stadt Wien könnte sich selbst täglich mit frischem Gemüse aus der Region versorgen, ganz ohne Importe.

Die Stadt Wien besitzt mit rund 2.000 Hektar bewirtschafteter Ackerfläche einen der größten Landwirtschaftsbetriebe Österreichs. Er ist zugleich auch einer der größten heimischen Bio-Betriebe.

Mit dem Bio-Zentrum Lobau bewirtschaftet die Stadt Wien rund 1.000 Hektar Bio-Fläche. Wien zählt dabei zu den Öko-Pionieren: Die ersten Versuche im Bio-Landbau gab es bereits 1978. Neun Jahre später waren alle Äcker des Stadtguts Lobau umgestellt. Im Jahr 2001 wurden die Ackerflächen in Essling umgestellt, seit 2008 werden auch die Flächen am Bisamberg biologisch geführt. Angebaut werden Bio-Gemüse, Bio-Getreide und Bio-Erdäpfel.

Weiterführende Informationen

Natürliche Landwirtschaft in Wien