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Sommerfeste ohne Reste

Teller mit gegrilltem Gemüse

Feiern bedeutet Genuss, und mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt es sich auch ökologisch genießen: Portionen berechnen, Bio kaufen, auf appetitlichem Mehrweggeschirr servieren.

Erwartet man Gäste, kauft man meist viel zu viel ein. Gute Mengenberechnung und ein Einkaufszettel verhindern, dass etwas übrig bleibt.

Mag.a Gabriele Homolka, Ernährungswissenschafterin von „die umweltberatung“: „Pro Person reichen 150 Gramm Fleisch oder Würstel zum Grillen völlig. Vom Gemüse ist die doppelte Menge, also 300 Gramm gerade richtig. Eine Schüssel Salat überbrückt die Wartezeiten bis zum nächsten Gang, macht angenehm satt und man überisst sich nicht.“

Gut für uns und fürs Klima: Gemüse

Wenig Fleisch und reichlich Beilagen zu essen, fördert die Gesundheit und schützt das Klima. „Wird ein Kotelett durch marinierte Zucchini oder gegrillte Champignons ersetzt, kann man bis zu 95 Prozent des Treibhausgases CO2 einsparen. Ein Pluspunkt für die eigene Klimabilanz!“, so Gabriele Homolka.

Noch dazu schmecken würzige Erdäpfel, gegrillte Maiskolben oder gefüllte Paradeiser vom Grill einfach herrlich. Auch selbst gemachtes Tsatsiki, knuspriges Kräuterbrot und bunte Salate passen bestens zum Gegrillten. Das Motto: Je verlockender und vielfältiger die Beilagen, desto weniger Fleisch wird benötigt, und desto gesünder wird der Grillgenuss.

46 Schweinen ein schöneres Leben ermöglichen

Laut dem BUND Fleischatlas verspeist jeder in seinem Leben rund 945 Hühner, 46 Schweine, 46 Puten und vier Rinder. Wer zu Biofleisch greift, unterstützt eine artgemäße Haltung. Denn auf Biobauernhöfen haben die Tiere ausreichend Platz, um ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Noch dazu ist Bio-Fleisch garantiert gentechnikfrei. Gefüttert wird nur mit Biofutter aus Österreich.

Richtiges Geschirr statt schäbigem Plastik

„Appetitlicher und ökologischer ist es, mit stabilem Mehrweggeschirr und Besteck zu feiern, anstatt Einwegteller und Plastikgabeln zu verwenden. Die Gäste oder Nachbarn helfen sicher gerne aus, wenn im Haushalt nicht genug Geschirr vorhanden ist“, sagt Mag.a Angelika Hackel, Abfallexpertin von „die umweltberatung“. Auch das Anbieten von Leitungswasser und Getränken aus Mehrwegflaschen hilft, die Abfallmengen zu verringern.

Abfallvermeidung beim Grillen

Fettauffangschalen aus leichtem Aluminium sind Wegwerfprodukte. Schade, denn die Herstellung von Aluminium verbraucht viele Rohstoffe und Energie und findet häufig unter äußerst fragwürdigen sozialen Bedingungen statt. Besser sind stabile Metall-Fettauffangschalen, die immer wieder verwendet werden können. Einfach über Nacht einweichen, danach geht die Reinigung schnell von der Hand.

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